Partner-Verbindungsstelle: 35 Jahre IPA-Freundschaft mit Amstetten (Österreich)

Amstetten im Südwesten Niederösterreichs hat rund 23.500 Einwohner und ist seit 1979 Partnerstadt von Alsfeld.
Amstetten im Südwesten Niederösterreichs hat rund 23.500 Einwohner und ist seit 1979 Partnerstadt von Alsfeld.
Der Grundstein für diese wunderbare Freundschaft wurde am 10. November 1979 im Keller des Gendarmeriepostens Amstetten gelegt.

Damals war unser IPA-Freund Bernhard Wagner auf Einladung von Franz Fehringer, den er beim BGS-See kennengelernt hatte, mit einer Delegation aus Alsfeld nach Amstetten gefahren, um bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunden zwischen Amstetten und Alsfeld dabei zu sein.

Allerdings hatte er als umtriebiger IPA-Freund dabei schon den Hintergedanken, nicht nur eine Städtepartnerschaft, sondern auch eine IPA-Partnerschaft ins Leben zu rufen. Wie er später mal berichtete, war das aber nicht so einfach. Es bedurfte einiger Versuche, mit den Kollegen in Amstetten ins Gespräch zu kommen. Als dies aber dann doch gelang, traf sich Bernhardt mit Kollegen aus Amstetten im Kellerstüberl des Gendarmeriepostens zu einer gemütlichen Runde.

Dies war die Geburtsstunde unserer bis heute andauernde Freundschaft. Als Geburtshelfer kann man die IPA-Freunde Adalbert Teufel aus Amstetten und Bernhard Wagner aus Alsfeld benennen. Beide waren sich schnell einig, dass es dem Motto der IPA „Servo per amikeco“ entspräche, wenn nicht nur eine Städtepartnerschaft, sondern auch eine Partnerschaft der IPA-Verbindungsstellen begründet würde.

Zurück in Alsfeld wurde dann mit den Vorstandskollegen und dem damaligen Verbindungsstellen Leiter Alfred Gies die Möglichkeit einer auf Dauer angelegten Verbindung mit Amstetten erörtert.

Hierzu bot sich dann das bevorstehende 20-jährige Jubiläum der Verbindungstelle Alsfeld  vom 3. bis 5. Oktober 1980 an, zu dem Alfred Gies schon am 28. Januar 1980 die Freunde aus Amstetten einlud. Diese Einladung wurde auch gerne von dem damaligen Verbindungsstellen Leiter Josef Aigner angenommen, und eine Reisegruppe von 20 IPA-Freunden aus Amstetten machte sich auf den Weg nach Alsfeld. Bei dieser Jubiläumsfeier wurden dann so schöne Freundschaften geschlossen, dass sich die wechselseitigen Besuche bis heute erhalten haben.

Somit dürfte das offizielle Datum für die Partnerschaft der  3. Oktober 1980 sein.

Seit dem ist viel Zeit vergangen, Zeit, die auf vielfältige Weise, zum Wohle unserer Partnerschaft genutzt wurde. Nach diesem ersten Kontakt haben die Amstettner und die Alsfelder maßgeblich dazu beigetragen, das Band zwischen unseren Verbindungsstellen zu flechten.

Heute, nach über 30 Jahren, stellen wir fest, dass sich jeder einzelne Faden, und somit jede einzelne Bemühungen beider Seiten gelohnt hat. Wir haben etwas geschaffen was 1000-mal mehr wiegt als alles Geld dieser Welt:

Gegenseitiges Vertrauen, gegenseitige Verbundenheit, gegenseitiges Verständnis und Zusammengehörigkeitsgefühl. Aus Partnern sind Freunde geworden. Freunde, die auch in Zukunft zusammenstehen. Denn dauerhafte Freundschaft kann nicht verordnet werden, man muss sie hegen und pflegen. Viele Männer der 1. Stunde sind schon im Ruhestand oder verstorben. Soll ihr Werk, und das soll es doch ganz ohne Zweifel, sie überdauern, müssen andere an ihre Stelle treten, muss unseren jungen Kollegen und damit den nachfolgenden Generationen deutlich gemacht werden, welch ein hoher menschlicher Gewinn sich aus unserer Partnerschaft entwickelt hat.

An dieser Stelle möchte ich als gutes Beispiel die IPA-Bergwandergruppe erwähnen, in der bereits Jung und Alt alle Jahre wieder gemeinsam Bergtouren unternehmen.

Ziehen wir Bilanz, kann man feststellen, dass sich die Beziehung unserer beiden Verbindungsstellen in den letzten 35 Jahren außerordentlich gut entwickelt hat. Auch hier war es die Summe viele Aktivitäten, die dazu beigetragen hat.

Die Aufgabe erweist sich allerdings als Dauerauftrag, der kontinuierliches Tätigwerden, Einsatzbereitschaft und vor allem ein hohes Maß an Motivation voraussetzt.

Wir alle, liebe IPA-Freunde, sind dabei gefordert. Eine gute Partnerschaft ist zwar erfreulich, wie ein schönes Präsent, man bekommt sie aber nicht geschenkt. Man muss sie sich vielmehr immer wieder erarbeiten, sowie das in einer Partnerschaft zwischen zwei Menschen nicht anders ist. Ein deutscher Physiker hat einmal gesagt: „Den letzten Intelligenztest müssen die Menschen noch bestehen, nämlich sich zu vertragen.“

Wir, die Mitglieder der IPA-Amstetten und Alsfeld haben diese Intelligenztest, nämlich sich zu vertragen, bestanden.

Wir freuen uns daher wieder auf unseren Besuch in Amstetten im Herbst 2016.

Rudi Hansel

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